Ehemalige Krankenhausoberin von Hohenwart feiert in Mallersdorf ihren 90. Geburtstag

08.03.2017

Eine Delegation aus Hohenwart gratuliert Schwester Bomira

30 Jahre werden es zum Jahresende, dass das Marktkrankenhaus in Hohenwart seine Türen schloss. Mit der Schließung verließen auch die Mallersdorfer Schwestern Hohenwart.

Auf fast 40 Jahre Hohenwarter Krankenhausgeschichte konnte damals im Dezember 1987 Schwester Bomira zurückblicken. Für viele aus der Bevölkerung in und rund um Hohenwart war sie als Oberin eine feste Institution am Marktkrankenhaus. Sie feierte nun im Mutterhaus in Mallersdorf ihren 90. Geburtstag.

Sie bleibt nicht sitzen als die Abordnung aus Hohenwart eintrifft. Sie steht auf und geht ihren Gratulanten entgegen. Die Freude ist ihr dabei sichtlich ins Gesicht geschrieben. Ja denken denn die Hohenwarter immer noch an mich, sind ihre ersten Worte, als Bürgermeister Manfred Russer, Pfarrer Reinhold Gumbiller, Kirchenpfleger Herbert Neukäufer und Geschäftsleiter Ernst Petz gratulieren und die besten Wünsche der Marktgemeinde überbringen.

Schnell sind sie in ein Gespräch über die alten Zeiten verwickelt, als am Hohenwarter Krankenhaus die Welt noch in Ordnung war. Auf die Frage von Bürgermeister Russer nach der Arbeitszeit, winkte Schwester Bomira nur ab. Wir waren halt immer da, war die einfache Antwort. Die Arbeit erzählt Schwester Bomira weiter, war vielseitig. Es gab keine Spezialisten so wie heute. Ich war im OP, dann bei einer Geburt dabei und nicht zuletzt am Krankenbett.

Aber nicht nur die alten Zeiten waren Gesprächsstoff, sondern auch die aktuelle Situation im Krankenhausbereich verfolgt die rüstige Ordensschwester mit großem Interesse. Als Schwester Bomira dann auch noch über die Schließung der Geburtenstation in Schrobenhausen bestens Bescheid weiß, staunen die Hohenwarter nicht schlecht. Wissen sie Herr Bürgermeister, ich bekomme jeden Tag die Schrobenhausener Zeitung und bin so bestens informiert, klärt die Jubilarin dann auf.

Rundum zufrieden ist Schwester Bomira hier im Mutterhaus der Mallersdorfer Schwestern. Das kennt man ihr sichtlich an und sie sagt es auch. Mir geht es hier sehr gut und ich fühle mich wohl in Mallersdorf.

Mit am Tisch sitzt auch Schwester Rosia, die ehemalige Kindergartenschwester von Hohenwart. Seit drei Jahren ist Schwester Rosia nun in Mallersdorf zur Freude von Schwester Bomira. Das, so Schwester Bomira hätte ich mir auch nicht gedacht, dass sich unsere Wege hier einmal wieder treffen.

Schnell vergeht die Zeit und als die Gratulanten aus Hohenwart dann nach einigen Stunden aufbrechen, vergisst Schwester Bomira nicht ihnen noch einen herzlichen Gruß nach Hohenwart mitzugeben.