Ein neues Wohnquartier wird erschlossen - Platz für 300 Menschen

22.03.2017

Einige Jahre hat die Entwicklung des neuen Baugebietes „Am Kerschberg II“ in Anspruch genommen. Jetzt gehts los mit der Erschließung.

Zeitraubende Grundstücksverhandlungen, Planentwürfe und deren Änderungen und Anpassungen haben den Beteiligten viel Kraft gekostet. Vier Jahre sind ins Land gezogen, ehe alle Planungen abgestimmt und fertiggestellt waren. Boden- und Lärmgutachten waren erforderlich.

Das Bodengutachten hatte es in sich. Aufgrund von konkreten Hinweisen, dass in Bereichen, wo früher Hopfenbau betrieben wurde, möglicherweise erhöhte Kupferkonzentrationen vorhanden sein könnten, entschied der Marktgemeinderat spontan, eine derartige Prüfung durchführen zu lassen. Die Vermutungen bestätigten sich. In Teilen des neuen Baugebietes wurden entsprechende Werte festgestellt. Um auf Nummer sicher zu gehen –obwohl es nicht zwingend erforderlich gewesen wäre- dass keinerlei Gefährdung von den erhöhten Kupfergehalten ausgeht, hat der Marktgemeinderat beschlossen, den Oberboden in den betroffenen Teilbereichen auszutauschen.

Nach all diesen nervigen und zeitraubenden Vorbereitungen ist es jetzt soweit. Das neue Quartier wird erschlossen.

Der Erschließungsaufwand liegt bei rund 6 Mio. Euro. Dafür werden im neuen Quartier rund 2,1 km Straßen, 2,4 km Wasserleitungen (einschließlich Hausanschlußleitungen) und alles in allem runde 3,5 km Schmutz- und Regenwasserkanäle hergestellt.

Dazu kommen der Bodenaustausch mit rund 14.000 Tonnen, eine um das Baugebiet umlaufende Bodenmulde zur Ableitung von Oberflächenwasser aus den Außeneinzugsgebieten, jeweils eine Linksabbiegespur im Osten (an der Kreisstraße nach Freinhausen) und im Westen (an der Staatsstraße auf Höhe des Waldspielplatzes). Bei der Linksabbiegespur im Westen des Baugebietes muss auch der bestehende Gehweg entlang des Gartenbaugeländes von Regens Wagner verlegt werden.

Das neue Baugebiet, eine wichtige Zukunftsinvestition der Marktgemeinde Hohenwart, kostet insgesamt (Grunderwerb und Erschließung) runde 10 Millionen Euro. Dafür entsteht ein Gebiet bzw. ein neues Quartier das einwohnermäßig mit einem Orts- bzw. Gemeindeteil wie Deimhausen vergleichbar ist.

Vertreter der Planungsgesellschaft, der Marktgemeinde der beauftragten Firma, geben mit dem traditionellen Spatenstich den Startschuss zur Erschließung des Baugebietes „Am Kerschberg II“. Schon zu Beginn der Erschließungsarbeiten sind die Baugrundstücke weitgehend verkauft bzw. reserviert.

auf dem Bild v.l.n.r.
J. Stöckl (Bauleitung), M. Wimmer (Planung Entwässerung),E. Ade (technischer Leiter Bauamt Hohenwart), F.Kluck (Kämmerer Hohenwart), J. Maßow (Niederlassungsleiter), M. Russer, J. Merk (Fa. BGS)

Infoblatt des Planungsbüros WiplerPLAN